Donnerstag, 22. März 2012

Streik-Hochburg Bielefeld - zweiter Warnstreik im öffentlichen Dienst

In Bielefeld demonstrierten gestern rund 7.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes aus Ostwestfalen-Lippe und dem Münsterland für höhere Löhne, eine unbefristete Übernahme der Azubis und eine Übernahme der Fahrtkosten der Azubis zur Berufsschule. Die ver.di Campus Bielefeld machte ihre Solidarität deutlich und war im Bielefelder Jugend-Block ganz vorne mit dabei!

Insgesamt legten gestern etwa 71.000 Menschen in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit in kommunalen Einrichtungen nieder.

Bei diesem zweiten Warnstreik handelt es sich um ein letztes Warnsiegel der Beschäftigten vor der dritten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst. Sollte es in der kommenden Verhandlungsrunde zu keinem akzeptablen Ergebnis aus Sicht der Gewerkschaften kommen, folgt eine Urabstimmung über einen dann unbefristeten Arbeitskampf. Dass die Beschäftigten zu diesem bereit sind, haben sie gestern deutlich gezeigt.


Dienstag, 13. Dezember 2011

Soliaktion Bethel

Nicht nur, weil viele Studierende der Bielefelder Hochschulen (Uni: Gesundheitswissenschaften, FH: Gesundheitswesen, FHdD: ... ) eine Qualifikation für Gesundheitsberufe erlangen und schlussendlich in Institutionen des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld arbeiten werden:

Krankenhaus in Not - Demonstration am 15.12.2011

Seit gut zwei Wochen ist die Presse voll von Berichten, die ein Schlaglicht auf den Umgang mit Beschäftigten und Patienten des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld (EvKB) wer-fen.

„Der ungemeine Druck, der durch die knallharte Sanierungspolitik entstanden ist, hat sich hier ein Ventil gesucht.“ so Wolfgang Vater, der zuständige Gewerkschaftssekretär. „Den Kolleginnen und Kollegen gebührt unsere Anerkennung für den Mut, die Wahrheit laut auszusprechen.“

Schuld an den Zuständen im Evangelischen Krankenhaus sind nicht die Beschäftigten: „Viele Beschäftigte sind in den letzten Jahren über ihrer Belastbarkeit gegangen, um die Patienten ordnungsgemäß zu versorgen zu können.“

„Aus vielen Gesprächen weiß ich um den täglichen Konflikt, in dem die Beschäftigten des EvKB stehen.“ führt Wolfgang Vater weiter aus. „Durch die Personalknappheit können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre wertvolle Arbeit nicht so ausführen wie sie es eigentlich wollen und wie es ihrem eigenen Anspruch entspricht.“

Die Beschäftigten haben immer wieder ihre Stimme erhoben, aber sie stießen auf taube Ohren bei der Geschäftsführung.

Hinzu kommt, dass die Misere in fast allen Krankenhäusern von den politischen Entschei-dungsträgern in den vergangen Jahren bewusst herbeigeführt worden ist. Den Kranken-häusern sind als sogenannter Sanierungsbeitrag für reiche Krankenkassen Millionen vor-enthalten worden. Das 2008 gemachte politische Versprechen, die Krankenhausfinanzie-rung ab 2012 an einen „Krankenhauswarenkorb“ anzubinden wurde gebrochen.

Das eingeführte Programm zur Förderung der Pflege läuft aus.

Aus Sicht der Gewerkschaft ver.di ist es jetzt an der Zeit, dass die Beschäftigten des EvKB und des Gesundheitssystems sich jetzt nicht mehr auf die Geschäftsführungen und Politik verlassen, sondern ihre Stimmen gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Patientenversorgung erheben.

Auf der Demonstration am 15.12.2011 haben die Beschäftigten die Möglichkeit, ihren Unmut und ihre Forderungen laut kundzutun.

Die Demonstration am 15.12.2011 beginnt um 15:30 Uhr am Königsweg 3, 33617 Bielefeld.

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